Netzwerker

Joachimsthal, Brandenburg

Das BIORAMA-Projekt ist ein Forum, in dem Umwelt, Kunst, Design und Wissenschaft zusammentreffen.

 

Neben einem eindrucksvollen Wasserturm mit Aussichtsplattform auf dem Dach, gekoppelt an einen modernen Liftturm, mit Wendeltreppe befand sich die „Weisse Villa“ (erbaut Ende des 19. Jahrhunderts).

Aus den ursprünglich 17 Zimmern sind vier eindrucksvolle 10-12 m hohe Ausstellungsräume entstanden. Das Ziel ist es, internationale Künstler/-innen in die Region Barnim zu bringen. Dabei liegt der Fokus der gezeigten Werke auf einer Verbindung zum UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, der Geschichte des Ortes oder zur umgebenden Natur, was sich auch im neuen Design der Villa zeigt. So wurde die Ostseite zur Widerspiegelung der Natur mit einem einzigartigen Spiegelmosaik aus Edelstahl versehen.

Oehna, Brandenburg

Die Künstlergruppe bestehend aus Emily Pütter (Malerin) und Micheal Neil (Musiker) arbeitet frei und projektbezogen mit dem Dorf-und Heimatverein Oehna zusammen.

So entstand 2014 das Festival Schlachten in der ehemaligen Hutfabrik von Erich Mendelsohn in Luckenwalde. Das Thema war “DISPLACEMENT”, also: Verdrängung, Verrückung, Vertreibung und Entwurzelung – die Asylthematik und die Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat.

Mobiles Grafikbüro auf Überlandfahrt – zwischen Geschäftsreise und Feldforschung

Hupe Design Brandenburg startete 2010 mit dem egoistischen Gedanken, einen festen, stätischen indoor-Arbeitsplatz beweglich, nach draußen und ins Ländliche zu verlegen. Gleichzeitig lockte das Interesse herauszufinden, wie man in diesem ausgedünnten Randgebiet rund um Berlin (Kultur? Menschen? Arbeitsplätze?) eigentlich lebt und wirtschaftet. Heraus kam eine praktische Feldstudie, die den Grundgedanken hatte, lokale Themen und Bedürfnisse aufzunehmen, mitzugestalten und gemeinsames (Er)Leben zu produzieren: ein Flyer wird zur monatlichen Veranstaltung mit 300 Besuchern, eine Zeichnung wird zur Prozession mit Stahlskulptur, ein Logo wird zur wehenden Fahne einer Bürgerinnitiative gegen Massentierhaltung … damit entwickelte sich Hupe Design mit seinen Hauptakteurinnen Eva Kretschmer und Mareile Keßler zu einem 4jährigem Projekt zwischen Kunst, Design und sozialem Enthusiasmus.

wechselnde Orte des Leerstands

ENDMORÄNE ist ein Verein für die künstlerische Zusammenarbeit professioneller Künstlerinnen aus Berlin und Brandenburg mit überregionaler Ausstrahlung. Die Künstlerinnen verstehen ihre Arbeit als Mittel der gesellschaftlichen Partizipation und Einflussnahme und das Wirken des Vereins als gemeinschaftlichen Beitrag zur Entwicklung ihres Aktionsraumes – dem Land Brandenburg/Berlin.

 

Seit 1991 bespielen die Künstlerinnen verlassene Orte mit raum- und themenbezogenen Arbeiten und laden dazu jährlich in- und ausländische Künstlerinnen zur gemeinsamen Sommerwerkstatt ein. Dieser konzeptionellen Idee verdankt ENDMORÄNE inhaltliche und künstlerische Impulse und nicht zuletzt Ausstellungen, die mittlerweile fester Bestandteil der Brandenburger Kulturlandschaft sind.

Baruth, Mark

Institut zur Entwicklung des ländlichen Kulturraums.

 

Die interessanten Dinge passieren auf dem Land. Mit dieser steilen These startete 2004 das Institut zur Entwicklung des ländlichen KulturRaums e.V. (I-KU).

Das I-KU zielt auf Austausch von Wissen und Erfahrung in den Themenfeldern Nachhaltigkeit, Regionalentwicklung, Kultur- und Energielandschaft. Die Veranstaltungen und Projekte nehmen derzeitige Transformationsprozesse ruraler Räume in den Blick und machen sie anhand punktueller und situationsbezogener Interventionen praktisch greifbar und erlebbar. Mit einem Schuss Utopie werden Möglichkeitsräume realisiert, in denen Neues gedacht und befragt werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Erschließung von hybriden Räumen „zwischen“ Kultur und Landwirtschaft, „zwischen“ kreativer und physikalischer Energiegewinnung sowie „zwischen“ Stadt und Land.

Kammergarten

Stierow, Mecklenburg-Vorpommern

In Stierow gibt es ein noch erhaltenes Gutsensemble bestehend aus einem Gutsverwalterhaus, einem Speichergebäude und dem ehemaligen Pferdestall.

Der Pferdestallgebäudekomplex ist Gegenstand der folgenden Beschreibungen.

Zum Zeitpunkt des Erwerbs war dieser in einem nahezu unrettbaren Zustand. Wegen seiner Wichtigkeit für das Gesamtensemble haben wir nach einer finanzierbaren Möglichkeit gesucht den Baukörper zu erhalten. Den besonders schönen Ostgiebel des Gebäudes zu bewahren haben wir drei Sparren erneuert und wieder mit den Originaldachsteinen gedeckt. Dort sind Arbeitsräume für den Gärtnerbetrieb Samenbau Nordost eingebaut worden.

Nun wurden die Außenmauern des Gebäudes mit einem Ringanker aus armiertem Beton  abgedeckt - das Innere entkernt und zu einem schönen Innenhof (wie eine Art Klostergartenanlage) ausgebaut. Der so entstandene Raum soll als öffentlich zugängliche, nach oben offene Galerie für Gartenkunst- und als solcher durch den Verein „Kammergarten“ genutzt und betrieben werden.

Myślibórz, Polska

KULA e.V. ist ein gemeinnütziger Kulturverein, der seit 1996 besteht und sich zum Ziel gesetzt hat, zeitgenössische Kunst durch internationalen Künstleraustausch und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern.

 

Die Initiatoren des Vereins sind das Künstlerpaar Anne Peschken und Marek Pisarsky (Urban Art), von deren Hof im polnischen Myslibórz aus Kunstprojekte, Ausstellungen, Symposien und Begegnungen gestartet und durchgeführt werden.

Schwerpunkt der Vereinsarbeit sind künstlerische Projekte, Untersuchungen und Interventionen, die sich oft aus lokal-historischen ‚Tiefenbohrungen’ heraus entwickeln.

 

Der Name Kula bedeutet im Polnischen Kugel, Schneeball, aber auch Krücke!

Ganz im Sinne dieses Wortes stoßen wir Kunstprojekte an und realisieren Kulturaustausch insbesondere im deutsch-polnischen Grenzraum.

Baitz bei Bad Belzig, südwestliches Brandenburg

1995 gegründet

Leitung: Susken Rosenthal (www.susken-rosenthal.de)

Vorstand: Benoit Maubrey (www.benoitmaubrey.com)

 

Die Künstlerinitiative KUNSTPFLUG e.V. realisiert situationsbezogene Kunstprojekte mit aktuellen Themenstellungen im öffentlichen Raum in der Region Potsdam-Mittelmark. Örtliche Gegebenheiten werden mit aktuellen künstlerischen Positionen insbesondere aus den Bereichen Konzeptkunst, Rauminstallation und Klangkunst verknüpft.

Bisherige Projekte von KUNSTPFLUG e.V. fanden in umliegenden Dörfern, Kleinstädten, Gewerbegebieten und in der Landschaft statt. Die Themen reichen vom Leerstand nach der Wende, vom Verhältnis zwischen Kunst und Industrie, Kunst und Mobilität, Kunst und Demokratie bis hin zur demografischen und touristischen Entwicklung in der Region.

Zur Verwirklichung seiner Projekte arbeitet KUNSTPFLUG mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern.

Frankfurt (Oder), östliches Brandenburg

Einer Raumumordnung geht eine Raumumdeutung voraus. Um diese Art des künstlerischen Eingriffs zu beschreiben, benutze ich den Begriff "Wirklichkeitskonstruktion". Ich verstehe ihn als Beschreibung meiner künstlerischen Strategie, die gesellschaftliche Probleme fokussiert, in sie eingreift und sie in eine andere Wirklichkeitskonstruktion transzendiert.  Ich stelle Werkzeuge her, um diese neue Realität in den Köpfen anderer Menschen entstehen zu lassen und lade sie ein, diese neue Realität spielerisch mit mir zu praktizieren.

Steinhöfel, östliches Brandenburg

Wir bestellen einen 2 ha großen, ökologischen Garten im ostbrandenburgischen Dorf Steinhöfel.
Mit uns arbeiten junge Freiwillige aus Deutschland und Europa und Menschen aus der Umgebung.
Der Garten ist Versuchsfläche für einen neuen Zwischenraum im Spannungsfeld von Stadt und Land, Kultur und Ökologie im ländlichen und dörflichen Umfeld. 

Der Ansatz von landkunstleben ist partizipativ. Er setzt auf langfristige Strategien der Vernetzung von Alltag, Kunst und Politik. 
Garten und Umfeld geben den konkreten Raum für künstlerische Interventionen, und öffnen darüberhinaus den Horizont für unterschiedliche Praxen.
Wir haben seit 2001 mit über sechzig zeitgenössischen Künstlern aus dem In- und Ausland zusammen gearbeitet.

Akademie für Landschaftskommunikation, Croustillier 20, 16259 Oderaue

Dr. Kenneth Anders und Lars Fischer

 

Der Oderbruchpavillon ist eine Werkstatt, in der am Diskurs über die Landschaft Oderbruch gearbeitet wird: eine Landschaftswerkstatt. In ihr werden Bausteine erzeugt, gesammelt und bearbeitet, die der Regionalentwicklung dienen sollen. Diese Bausteine bestehen aus Wissen über das Oderbruch, aus Positionen zu seiner Gestaltung und aus Erwartungen an seine Zukunft. Die Bausteine sind bunt, denn die Sichtweisen auf die Landschaft sind verschieden. Landwirte verstehen  sie anders als Naturschützer, Künstler verarbeiten sie anders als Kommunalpolitiker, Einheimische reflektieren sie anders als Besucher. Das Material einer Landschaftswerkstatt ist also heterogen, aber immer zielt es darauf, die Selbstbeschreibung der Region zu stärken.

Beheimatet ist der Oderbruchpavillon zunächst im Internet: als Archiv der Bausteine und als ständige Dokumentation der Arbeit. Außerdem realisiert sich der Pavillon temporär in der Landschaft: in Form von Liederfesten, Theaterstücken, Ausstellungen, Radrouten, Sommerschulen und Collagen. Landschaftskommunikation ist nur jenseits der Routine möglich, deshalb müssen die Formen, in denen kommuniziert wird, sich wandeln. Die Bausteine aber bleiben, sie werden vermehrt, immer wieder bearbeitet und neu zusammengefügt. Im landschaftspolitischen Diskurs wird somit der Mut gefördert, Position zu beziehen – und die Bereitschaft, seine Position zu ändern.

Old School

Havelberg, Sachsen-Anhalt

Old School ist ein Kulturhaus auf der Stadtinsel Havelberg. Ein Ort für Workshops, Performances, Lesungen, Ausstellungen und Filmpräsentationen. Schon während der Renovierung wurde begonnen mit künstlerischen Interventionen im Rahmen von Stadtlabor Theod'Or, den Gedanken der sozialen Relevanz von Kunst und Kultur in ländlichen Räumen zu veranschaulichen. So wird die Herstellung der Räume maßgeblich von Langzeitarbeitslosen aus Havelberg vorgenommen. Im Zusammenhang mit Flüchtlingen wurden mit dem Bündnis für Familie und dem Bündnis für direkte Demokratie auf Landkreisebene einzelne Veranstaltungen zum Thema Gastfreundschaft durchgeführt. Ein Theaterworkshop des Bundesprojektes „Dehnungsfuge“ bot unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen ein einwöchiges Kulturprogramm. Mit Hilfe des Fonds neue Länder bei der Kulturstiftung des Bundes wird das künstlerische und kulturelle Geschehen 2016/17 verstetigt.

Słubfurt, Nowa Amerika

Słubfurt ist die erste Stadt, die je zur Hälfte in Polen und in Deutschland liegt. Sie wurde 1999 gegründet und dann im Jahre 2000 in das RES (Register der Europäischen Städtenamen) eingetragen. Die Stadt setzt sich zusammen aus den beiden Stadtteilen Słub und Furt, die rechts und links der Odera liegen, dem schönsten Fluss Europas mit seinen Auenwiesen und unbefestigten Ufern. In Słubfurt herrscht ein besonderes Mikroklima im Dazwischen der Kulturen. Denn hier sprechen die Menschen polnisch, deutsch, englisch und natürlich słubfurtisch, was diesen Ort zu einem attraktiven Zentrum für Solarwirtschaft, Schattenwirtschaft, Gartenskulpturen und Touristen aus aller Welt macht. Seit 2010 ist Słubfurt die Hauptstadt von Nowa Amerika 

Groß Fredenwalde, Uckermark

Das Stallmuseum besteht aus einer Tauschbörse und aus einem Ausstellungsraum und verbindet unterschiedliche Interessen. Es ist für alle Einwohner und Gäste offen.
Jede Familie des Dorfes, die ein Exponat für das Dorfmuseum ausleiht, ist inhaltlich beteiligt. Weniger der historische, sondern mehr der persönliche Wert sind für die Auswahl entscheidend. Die Ausstellung muß wie das Dorfleben veränderbar sein und Raum für Gäste (Gastausstellungen) geben. Die Möblierung ist entsprechend mobil gestaltet. 

 

Ein weiterer Raum beherbergt die Tauschbörse, in der Waren, Wünsche, Ideen, Informationen, angeboten und abgeholt werden können. Der Tausch ist bargeldloser Handel.
Dieser Raum sollte täglich geöffnet  und frei (unkontrolliert) zugänglich sein.


Kontakt: Inge Mahn
 

Stechlin-Institut

Neuroofen / Stechlin

Mitten im Wald und nahe des glasklaren Stechlinsees, 80km nördlich von Berlin, steht das ehemalige Gutshaus Neuroofen dem Stechlin-Institut zur Verfügung.
Wir bieten einen Ort ohne Vorurteile, ein Haus voller Perspektiven, um sozial engagierten Menschen Raum zum Austausch, zur Reflektion und Weiterentwicklung in der Gelassenheit der Natur zu geben.
Das Stechlin-Institut ermöglicht Erfahrungen an der Schnittstelle von Neugier, Kunst und Gesellschaft, um durch ungewohnte Perspektiven soziales Engagement zu befördern.

Wir sind überzeugt von der Kraft künstlerischen Denkens und sozialen Engagements. Quer zu denken und vermeintlich Unverrückbares in Frage zu stellen sind eine Notwendigkeit und Ressource zur positiven gesellschaftlichen Veränderung.

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